Ein schiefer Blick, ein Naserümpfen, eine schnippische Bemerkung: Wann beginnt Diskriminierung? Diese und andere Fragen haben sich Jugendliche aus Niedersachsen gestellt, die am Kunstprojekt “Perspektivwechsel” teilgenommen haben. Sie alle eint, dass sie Zuwanderungsgeschichten besitzen. Sie unterscheidet die jeweiligen Erfahrungen im Alltag.
Entstanden sind interessante Fotografien, Installationen und Videodokumentationen, die nun auf einer Wanderausstellung zu sehen sind. Am vergangenen Montag hat Niedersachsen Sozialministerin Aygül Özkan die Ausstellung in Hannover eröffnet. Es war ein Termin, zu dem ich sie begleitet hatte, um über ihr einjähriges Amtsjubiläum zu schreiben. Ich habe die Gelegenheit genutzt, einige Motive zu fotografieren.

Die Schultafel als moderner Pranger? Außer Ahmad sind alle Kinder eingeladen.

Rot-grün? Schwarz-weiß? Wer ist jetzt hier anders? Eine Frage der Perspektive.

Blond, blauäugig und im Hintergrund die Geschichte der Bundesrepublik: Ganz schön deutsch.

Vor dem Rathaus der Stadt Syke: "Gehöre ich jetzt dazu?"

"Blauauge", "Made in Turkey!?" oder nur einfach nur "Out" – hauptsache abgestempelt! Eine Installation will auf unseren Umgang mit Vorurteilen aufmerksam machen.

Niedersachsens Sozialministerin Aygül Özkan zeigt auf die eingezäunten Menschen. Drei Schüler hatten ihr zuvor erklärt, weshalb sie das Bild vom Zäune einreißen passend finden, wenn es um Integration geht.
Fotos: L. Geiges



